Mittwoch, 29. Januar 2014
Freitag, 18. Oktober 2013
Call for participants
Liebe Studierende,
auch im WS 13/14 wollen wir unser interkulturelles Theaterprojekt
DRAMARASMUS weiterführen. Dafür suchen wir noch TeilnehmerInnen. Theater ist eine tolle Form, um in einen Austausch zu treten,
wobei man sich selbst und Andere besser kennenlernt. Besonders spannend kann
dieser Austausch werden, wenn StudentInnen aus unterschiedlichsten Ländern
zusammentreffen.
Am 27. Oktober werden wir einen ersten Workshop
durchführen, zu dem wir alle Interessierten einladen wollen. Die Größe der
Gruppe wird ungefähr 12 Schauspieler sein. Bisherige Theatererfahrung ist nicht
notwendig.
Wenn du mitmachen möchtest, dann schreibe uns bis zum 23.Oktober eine
Mail, mit einer kurzen Vorstellung und deiner Motivation an: dramarasmus@googlemail.com
-------------
Dear students,
in this semester we want to continue our
intercultural theater project DRAMARASMUS. We are looking for participants.
Theater is a good way of exchange to learn more about yourself and others. This
exchange we want to create with students from different countries.
If you are interested, we would like to invite
you to a kick-off-dramaworkshop on the 27st of Octobre, to get to
know each other and to give you an insight about the project and what we are
going to do. The group will be around 12 actors. Theater experience is not
necessary.
If you want to participate, send us an
email with a short description of yourself and your motivation until the 23st
October to:
Sonntag, 21. Juli 2013
Dramarasmus meets Büchner - Nachtrag
Auch
in unserer vierten Inszenierung boten wir wieder einen Überblick
über das Werk eines europäischen Dramatikers. Georg Büchner
(1813-1837) wurde in der Nähe von Darmstadt geboren und war Zeit
seines Lebens Doktor der Medizin, Schriftsteller und politischer
Aktivist. Nach dem Medizinstudium in Straßburg zurück in Hessen,
verschärfte sich sein Engagement im Kampf gegen gesellschaftliche
Ungleichheit und die politische Unterdrückung der hessischen
Landbevölkerung. Die politische Verfolgung aufgrund subversive
Protestaktionen drängten ihn zur Flucht nach Straßburg. Nach der
Promotion in Frankreich endet sein Lebensweg in Zürich, wo er im
jungen Alter von 23 Jahren an einer Typhus-Erkrankung starb. Büchner
hinterließ fünf literarische Werke, die die deutsche
Literaturgeschichte im 19. Jahrhundert maßgeblich prägen. Vier
davon brachten wir auf die Bühne: Der Hessische Landbote, Woyzeck,
Leonce und Lena und
Dantons
Tod.
Rahmenhandlung:
Der Hessische Landbote (1834)
In
Anlehnung an die politische Kampfschrift Der Hessische Landbote
haben wir vier Szenen entwickelt, die die aktuelle Situation in
Europa und der Welt aus der Perspektive unserer Generation
beleuchten. Zwischen zynischer Ernüchterung und hoffnungsvollem Mut
zeichnen die Schauspieler ein eindrucksvolles Bild davon,
was sie bewegt. Empörung. Austausch. Solidarität. Im Theater wie im
Leben.
Woyzeck
(1875)
Sehn
Sie: wir gemeine Leut, das hat keine Tugend, es kommt nur so die
Natur
Büchner
greift in diesem Stück auf historisches Material zurück. Im Zentrum
steht der Fall des arbeitslosen Perückenmachers Johann Christian
Woyzeck, der seine Geliebte aus Eifersucht erstach. Der
Gerichtsmediziner Johann Christian August Clarus bestätigte seine
Zurechnungsfähigkeit und diagnostiziert lediglich eine moralische
Verwahrlosung. Am 27. August 1824 wurde der historische Woyzeck in Leipzig durch das Schwert hingerichtet.
Büchner
zeigt einen Soldat in seinen sozialen Verhältnissen und die
Schwierigkeit ein guter Mensch zu sein. Dabei spielen ökonomische
Bedingungen, schwierige Arbeitsverhältnisse und der niedrige soziale
Stand eine Rolle und werfen die Schuldfrage neu auf.
Leonce
und Lena (1836)
Wenn
ich nur etwas unter der Sonne wüsste, was mich noch könnte laufen
machen
Die
Tradition brütet Gefangene aus. Mit Faszination blickt Prinz Leonce
auf die zahlreichen Rollen des Müßiggängers Valerio. Ihn selbst
rufen familiäre Verpflichtungen: Er soll König von Popo werden und
eine schöne Prinzessin bekommen. Auch im Fürstenreich Pipi klagt
Prinzessin Lena der treuen Gouvernante ihr Leid mit einem unbekannten
Prinzen vermählt zu werden. Im Widerstand gegen ein vorgefertigtes
Leben ist der einzig Ausweg die Flucht. Tiefe tolle Nächte im Land
wo die Zitronen blühen.
Reisende sind ohne Identität. So kommt es
auf dem Weg nach Italien zur schicksalhaften Begegnung der einander
Unbekannten. Prinz Leonce ist entschlossen und Valerio hat einen
Plan: Es sollen König Peter im Reich Popo zwei Bären aufgebunden
werden.
Dantons
Tod (1835)
Freiheit,
Gleichheit, Brüderlichkeit. Die Ideale der französischen
Revolution, die vereint den Adel stürzten, brechen entzwei. Die
Gleichheit, die Robespierre mit Gewalt durchsetzen will, steht der
individuellen Freiheit, für die Danton sich einsetzt, unvereinbar
gegenüber. Danton muss sterben.
Die
Revolution ist wie Saturn, sie frisst ihre eignen Kinder
Momentan
werden wir Zeugen einer globalen Widerstandsbewegung. Vom Arabischen
Frühling, über die Indignados hin zum Taksimplatz: Die Ursachen der
Proteste mögen sich unterscheiden, doch
die Forderungen sind gleich. Es geht um politische Teilhabe und
soziale Rechte. Doch wenn politische Ignoranz sich durchsetzt,
willkürliche Gewalt herrscht und Ideale im Blut ersticken, macht
sich Enttäuschung breit. Dies
ist das Schicksal von Danton.
Wir danken allen Beteiligten herzlich für ihr Engagement und Herzblut!
Mittwoch, 10. Juli 2013
Wir sind eine verlorene Generation / We are a lost generation / Somos una generación perdida
Ausschnitt aus Dramarasmus meets Büchner am 05. Juli 2013 in der Waggonhalle Marburg.
Mario Monti, Ministerpräsident Italiens, 25. Juli 2012. Zur italienischen, zur europäischen Jugend: Ihr seid eine verlorene Generation.
Wir sind eine verlorene Generation
Wir sind die verlorene Generation
eines Kontinents
dieses Kontinents
Europa
We are a lost generation
We are the lost generation
of a continent
of this continent
Europe
Somos una generación perdida
Y no lo queremos ser.
Mario Monti, Ministerpräsident Italiens, 25. Juli 2012. Zur italienischen, zur europäischen Jugend: Ihr seid eine verlorene Generation.
Wir sind eine verlorene Generation
Wir sind die verlorene Generation
eines Kontinents
dieses Kontinents
Europa
We are a lost generation
We are the lost generation
of a continent
of this continent
Europe
Somos una generación perdida
Y no lo queremos ser.
Montag, 24. Juni 2013
Dramarasmus meets Büchner
Ausbeutung und Überfluss.
Perspektivlosigkeit und Langeweile.
Gegenwart ohne Zukunft:
Eine europäische Jugend als verlorene Generation.
Damals wie heute.
Du und Ich.
Im Theater wie im Leben.
Explotación y abundancia.
Falta de perspectivas y aburrimiento.
El presente sin futuro.
Una juventud europea como generación perdida.
En aquel tiempo y ahora.
Tu y yo.
En el teatro y en la vida.
Montag, 3. Juni 2013
Probenauftakt Dramarasmus meets Büchner
Die
Proben für unser kommendes Stück 'Dramarasmus meets Büchner' wurden
aufgenommen. Neben den Proben besuchten wir die szenische Erzählung
'Lenz' im Schauspiel Frankfurt und unterstützten die
Blockupy-Demonstration am Samstag.
Los ensayos por nuestra
próxima obra 'Dramarasmus meets Büchner' han empezado. Aparte de los
ensayos, fuimos al cuento éscenico 'Lenz' (de Georg Büchner) en el
Schauspiel Frankfurt y apoyamos la manifestación de Blockupy en
Frankfurt.
Donnerstag, 14. Februar 2013
Montag, 4. Februar 2013
Nachtrag: Dramarasmus meets Molière
Liebe Freunde des Theaters,
wir hatten einen tollen Start ins neue Jahr mit einem Monat aufregender Bühnenarbeit. Bedanken möchten wir uns bei allen Beteiligten, die drei wunderbare Vorstellungen möglich gemacht haben. Für alle, die nicht mit uns in der Waggonhalle sein konnten, ein kurzer Einblick in unsere Trilogie aus Molières Komödienrepertoire:
wir hatten einen tollen Start ins neue Jahr mit einem Monat aufregender Bühnenarbeit. Bedanken möchten wir uns bei allen Beteiligten, die drei wunderbare Vorstellungen möglich gemacht haben. Für alle, die nicht mit uns in der Waggonhalle sein konnten, ein kurzer Einblick in unsere Trilogie aus Molières Komödienrepertoire:
Der
eingebildete Kranke, Le Malade imaginaire, 1673
Argan
ist von Leiden geplagt. Als der eingebildete Kranke ist er auf der
Suche nach Heilung. Er gibt Unmengen an Geld für die Medizin der
Ärzte aus. Wieso also nicht seine Tochter mit einem zukünftigen
Arzt verheiraten, um sich so kompetenten und günstigen Rat in die
Familie zu holen? Da kommt es gerade Recht, dass Argans Arzt Herr
Diafoirus mit Thomas einen exzellenten Akademiker als Sohn hat. Seine
Tochter Angélique hat jedoch etwas dagegen, denn sie möchte
jemanden, den sie wirklich lieben kann. Cléante hat sich in das Haus
Argans geschlichen, um herauszufinden,ob Angélique seine Liebe
erwidert. Auf ihrer Seite haben sie Toinette, Argans Bedienstete.
Der
eingebildete Kranke bekommt zwar seine Medizin, aber besser geht es
ihm dadurch nicht. Seine Krankheit führt dazu, dass nicht nur er
leidet, sondern auch seine Mitmenschen. Er kann den Dingen nicht
seinen Lauf lassen. Nach Molière scheinen es eher die
Selbstheilungskräfte zu sein, die zur Gesundheit führen. Zwar hat
Argan Menschen um sich, die sich um ihn kümmern, aber wem ist
wirklich an seinem Wohl gelegen? Es geht um eine barocke Problematik
der Erkenntnis von Sein und Schein, die auch heute noch Aktualität
besitzt.
Der
Menschenfeind, Le
misanthrophe, 1667
Molières
Menschenfeind Alceste ist der erbitterte Ankläger einer
Gesellschaft, die sich ihm zufolge einer perfekten Heuchelei in allen
menschlichen Beziehungen verschrieben hat: Worte haben ihren Wert
verloren, Freundschaft und Liebe ihren Tiefgang. Das
forsche Auftreten des angriffslustigen Kritikers, welches
unter anderen der beliebte Verseschmied Oronte zu spüren bekommt,
findet seine Widersprüchlichkeit im eigenen Liebeswerben: Mit
Célimène hat ihm ausgerechnet eine Frau den Kopf verdreht, die
durch ihre Koketterie und Klatschsucht all das verkörpert, was er
verabscheut.
Im
21. Jahrhundert tobt der Menschenfeind im Zeitalter von virtuellen
Communities.
Freundschaften werden per Mausklicks geschlossen, Neuigkeiten immer
und überall geteilt. Der Reiz an Gedichten liegt in ihrer
Performativität und eine Flut an Informationen trimmt den Menschen
zur Schnelllebigkeit. Dennoch kehren wir zurück zur bekannten
Formel: Die Gesellschaft ist online, Alceste geht offline.
Der
Geizige, L'Avare,
1668
Nach
dem Tod ihrer Mutter ist für Cleante und Elise das Zusammenleben mit
ihrem Vater nicht leicht. Beide sind verliebt. Doch Harpagon,
engstirniger und geiziger Familienpatriarch, steht dem Glück seiner
Kinder im Weg. Er verweigert ihnen jede finanzielle Unterstützung
und enthält ihnen das Erbe der Mutter vor. Die Auserwählten der
Geschwister sind arme Schlucker, eine Heirat undenkbar. Mit Hilfe der
gewitzten Ghettobraut La Flèche probieren die beiden sich nach und
nach von ihrem tyrannischen Vater zu lösen ….Doch nur von Liebe
allein kann man nicht leben. Der geldgeile Alte soll endlich den
Anteil rausrücken!
Der Teufel hole den Geiz und die Geizhälse!
Geld
löst heute immer noch egoistische Triebe im Menschen aus. Sein Wert
wird zum wichtigsten Ziel und die Gier nach ihm zerstört alle
anderen Werte des Lebens.
Mittwoch, 16. Januar 2013
Montag, 14. Januar 2013
Vorbereitungen für unsere Premiere
Liebe Freunde des Theaters,
unsere Premiere steht vor der Tür. Am 25./27./28. ist unsere Truppe wieder in der Waggonhalle zu sehen. Dieses Mal wird der Franzose Molière im Mittelpunkt stehen. Erste Informationen zu Dramarasmus meets Molière:
Auf dem folgenden Link könnt ihr euch schon Karten für eine unserer Vorstellungen sichern:
http://www.hessen-szene.de/zentren/programm.php5?gid=9&layout=Service
unsere Premiere steht vor der Tür. Am 25./27./28. ist unsere Truppe wieder in der Waggonhalle zu sehen. Dieses Mal wird der Franzose Molière im Mittelpunkt stehen. Erste Informationen zu Dramarasmus meets Molière:
Wir haben den gewitzten Ego-Trips im molièr'schen Figurensortiment nachgespürt und sind bis in die zeitgenössische Wirklichkeit vorgedrungen. Kulmination des Geldes, Hypochondrie und Heuchelei sind Produkte der menschlichen Eigenliebe und in der Gesellschaft allgegenwärtig. Damals und heute.
Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren
Auf dem folgenden Link könnt ihr euch schon Karten für eine unserer Vorstellungen sichern:
http://www.hessen-szene.de/zentren/programm.php5?gid=9&layout=Service
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